Über mich
Vita

Von Futter- und Düngemitteln, Sexkomödien und Traumata


Tja, wenig linear, mein Lebenslauf, voller Brüche und Kuriositäten.

Lange habe ich überlegt, ihn öffentlich zu machen. 'Ganz oder gar nicht!' war stets meine Überlegung. Nun habe ich mich doch für 'Ganz!' entschieden.

All jenen, die das immer wieder angemahnt hatten, sei gesagt:
„Ihr habt es so gewollt!“

 




'Hamlet - eine Sexkomödie'
Szenenfoto mit Mariam Kurth
Regie: Rosa von Praunheim



Es fängt ja alles noch ganz harmlos an...
Geburt 1966 im bayrischen Teil des Allgäus, normale Schulzeit, Mittlere Reife an der Realschule Memmingen 1983. Danach folgte eine zweieinhalbjährige Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann, Fachbereich Futter- und Düngemittel (tatsächlich, kein Spaß).
In dieser Zeit entstand auch meine erste Kurzgeschichte: Fantasy, längst vergessen, längst verschollen, vielleicht besser so.
Zwei Jahre Bundeswehr schlossen sich an, Fernschreibstelle, Lufttransportgeschwader in Penzing bei Landsberg am Lech.




'Kriegserklärung'
Szenenfoto mit Ramona Zimmermann
Regie: Matthias Kubusch



Weder mit Futter- und Düngemitteln noch mit Uniformen sollte es weitergehen: Besser das Abitur nachholen. In zwei Jahren Vollzeit an der Berufsoberschule in Memmingen gelang mir das.
Wirtschaftsmathematik an der Universität Ulm erwies sich als die falsche Wahl, zum Glück wurde mir dies bereits nach drei Monaten bewusst.
Erstmal zurück ins Berufsleben. In den nächsten Jahren verkaufte ich im Außendienst Schreibmaschinen, Computer, Bautafeln und Kinderspielzeug.
Mit Wachsmalkreiden und Holzbaggern ließ sich aber freiberuflich nicht ausreichend Geld verdienen.
Also zurück in eine lukrativere Branche: Bank. Da blieb ich erstmal zwei Jahre und absolvierte parallel über Abendschule meine zweite Ausbildung: Bankkaufmann.




'Wo geht's denn hier zum Prenzlauer Berg?'
Videoproduktion der Murkelbühne
Regie: Robert von Wroblewsky



1996 dann ein großer Bruch: Nach dreißig Jahren Memmingen verschlug es mich aus privaten Gründen nach Berlin.
Es war unfreiwillig und sollte dennoch eine der besten und wichtigsten Veränderungen meines Lebens werden.
Die ersten beiden Berliner Jahre arbeitete ich für einen Inkassodienst.
Silvester 1997 - der bisherige Tiefpunkt meines Lebens: Die Trennung von meiner Frau, wegen der ich nach Berlin gegangen war.
Was nun?
Zurück ins Allgäu?
Nein, denn zurück kann man immer! Heute, morgen, übermorgen.
Was tun mit der vielen, ehefrauenlosen Zeit?
In einer Stadt, die einem fremd ist und in der man bislang keine Freunde hat?
Mach etwas, was du schon immer einmal tun wolltest, Siegfried, raff dich auf!
Binnen kurzer Zeit waren drei Abende in der Woche verplant: zwei Mal Improvisationstheater und ein Mal Arbeit an einem Stück. Abgesehen davon, dass der Freundeskreis sich rasch vergrößerte, wuchs ich an der Herausforderung und hielt mich irgendwann für gut genug, um es bei Castings zu versuchen. Castings, bei denen ich oft der einzige Teilnehmer ohne jegliche Schauspielausbildung war.
Es folgten Auftritte – auch Hauptrollen – z. B. in Kindermusicals: So spielte ich Schlossgespenst, böse Stiefmutter, gute Fee; parallel dazu Arbeiten an Stücken in diversen Produktionen, und Improvisationen im Ratibor-Theater in der Abendshow Sex and Crime and Pay-TV, deren Strukturen ich auch mitentwickelte; und dann der Titel-Held in Hamlet – eine Sexkomödie von Rosa von Praunheim.
Filmrollen folgten, etwa in einer Daily Soap (Gute Zeiten schlechte Zeiten), einem Film über den Prenzlauer Berg und einem Video-Clip (The Score).
Mehrere Projekte brachen schließlich fast zeitgleich in sich zusammen.
Die Frustration darüber schuf die Motivation, mich wieder mehr dem Schreiben zuzuwenden.




'Sex and Crime and Pay-TV'
Szenenfoto mit Katharina Koschny, Claudia Lahmann und Boris Laaser
Regie: Rudy Redl



Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich bereits seit Jahren nur noch Teilzeit (wieder in einer Bank, bei der ich später sogar noch Betriebsrat wurde), um Zeit für die wichtigeren Dinge des Lebens zu haben. Das Geld reichte. Bescheidene Lebensführung. Das 'Schwaben-Gen'.
Berlin erhielt längst die Liebe von mir, die die Stadt verdient.
Heimat ist dort, wo dein Herz schlägt.
Doch die Heimat trägt schwere Narben. Narben aus einer Zeit, die zum Glück Vergangenheit ist. Ich bin dankbar für die späte Geburt: Alles bleibt anders entstand.
Von allen namhaften Literaturagenturen und Verlagen steckte ich dafür Absagen ein: insgesamt 70 Stück. Und doch wurde der Roman mit etwas zeitlicher Verzögerung zum Erfolg, der mir Beachtung und ausreichend Motivation für neue Projekte geben sollte.




'Cinderella'
Szenenfoto mit Mirjam Reineke und Birgit Wieger
Regie: Katja Schulz



Im März 2010 dann ein Vertrag mit Ullstein: Mein neuer Roman Vater, Mutter, Tod wird im Frühjahrsprogramm 2011 als Spitzentitel bei List erscheinen.
Meinen Brotjob bei der Bank hängte ich zum Jahresende 2010 an den Nagel.
No risk – no fun.
Ich freue mich – frei nach Shakespeare – auf das unentdeckte Land: die Zukunft!


Siegfried Langer
(Berlin, im Januar 2011)

PS:
Wo die Traumata aus der Überschrift geblieben sind?
Siehe Vater, Mutter, Tod.
Erhältlich im Buchhandel und via Internet.

Update Sommer 2014:
Ich bin in meine Heimat zurückgekehrt.
1996 der Liebe wegen nach Berlin.
2014 der Liebe wegen zurück nach Memmingen.
So schließt sich ein Kreis.

Update Oktober 2015:
Bei meiner Lesung am 28.10.2015 in Kirchdorf/Iller habe ich meiner Liebsten nun einen Heiratsantrag gemacht.
Zu sehen hier im 8. Teil.



Und hier gibt es Artikel und Interviews:
Interview in Thrillertantes Bücherblog
Interview auf 'Elements of Crime'
Interview auf 'Claudias Bücherregal'
Interview der Autorenkollegin Aveleen Avide
'3 Fragen an Siegfried Langer' (Interview im Autoren-Newsletter 'Federwelt')
'Aus dem Allgäu in den Wahnsinn' (Interview im Berliner Stadtmagazin 'zitty')
'Ich liebe Rätsel' (Autoren-Newsletter 'The Tempest')
Interview auf 'Wir lesen'
Interview bei 'Horst und Edeltraut'
'Abends schreiben kann ich nicht' (Daves Buchwelt)
Von 70 Absagen zum Spitzentitel (Buechertitel.de)
Siegfried Langer steht Rede und Antwort (Mediencircus.de).
Siegfried Langer über seinen Debüt-Roman, Zeitreisen, Parallelwelten und zukünftige Projekte (Zauberspiegel-Online.de).

 

Bibliographie

Romane:

'Tödliche Tabus' (Self Publishing, 2017)
'Aus dem Koma' (Self Publishing, 2017)
'Zwanzig Sekunden Ewigkeit' (Self Publishing, 2016)
'Sterbenswort' (Ullstein Verlag, 2012; Neuauflage Amazon Publishing, 2016)
'Berlin Ripper' - Privatdetektivin Sabrina Lampe Band 3 (Self Publishing, 2016)
'Vergelte!' - Privatdetektivin Sabrina Lampe Band 2 (Amazon Publishing, 2015)
'Leide!' - Privatdetektivin Sabrina Lampe Band 1 (Self Publishing / Münchner Verlagsgruppe, 2014)
'Vater, Mutter, Tod' (Ullstein Verlag, 2011)
'Alles bleibt anders' (Atlantis Verlag, 2008)

Jeder Roman ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.

Kurzgeschichten:

13 Kurzgeschichten in 'Mord und so ...' (Self Publishing, 2016)
'18 Uhr' in '24 Stunden - 24 Autoren' (Self Publishing, 2015)
'Musikantenmord' in 'Mords-Musik' (Buchvolk Verlag, 2014)
'Im Bunker' in 'Krimineller Reiseführer Berlin' (Windspiel Verlag, 2014)
'Schöpfungsgeschichte' in 'Nova 18' (Nova Verlag, 2011)
'Berlin, Nachklang' in 'Hinterland' (Wurdack Verlag, 2010)